nicht gerade das paasendste erleichternde Wort wenn frau gerade einmal ein heftiger Schmerz im Fuss durchzuckt, aber frau ist ja eine Dame. (auch auf Spanisch duerfte frau nur das treffende Wort mit ayudante de cocina - Hilfskraft der Kueche umschreiben, um noch im Rahmen zu bleiben).
das Wort "pinche" wird in Mexico als Kraftausdruck verwendet, heisst aber eben auch Kuechenjunge:
http://dict.leo.org/esde?lp=esde&lang=de&searchLoc=0&cmpType=relaxed§Hdr=on&spellToler=std&chinese=both&pinyin=diacritic&search=pinche&relink=on
gehort auch zu den Woertern, die man/frau nichtsahnenden Auslaendern beibringt und natuerlich denkt hier niemand an Kuechenjunge bei dem Wort!
Auch meine Kollegin, die aus England mit sehr gutem Englisch kam, jedoch erst hier Spanisch lernte, fiel darauf rein, zum Glueck verwendete sie damals ihre "neuen" Ausdruecke das erste Mal im Buero und nicht in Gesellschaft :-)) und wurde also entsprechend aufgeklaert!
Meine Tochter und ich waren in einem typischen Restaurant, wo wir beide mit den vielen Leckerbissen der verschiedenen Zutaten (die frau ja zu Hause gar nicht in solcher Vielfalt in so kleinen Mengen zustandebringt) so derart schlemmten, dass wir gleich einmal gar nicht bis zu einem Hauptgericht kamen! Wir brauchten beide einen Verdauenspaziergang und gingen schoen bergab und redeten miteinander. Nach einer Bruecke und als wir gerade in Erinnerungen schwelgten, sah ich nicht auf den Gehsteig und somit spuerte ich es erst, als ich mich da gegen so ein schweres Gitter mit dem linken Fuss einfedelte, jedenfalls konnte mich Tochter gerade noch davor retten, dass ich noch weiter in dieses sein Arbeitslager!! weiter verging, alles ROSTIG!! und hatte er da ganz einfach vor seinem Geschaeft auf dem Gehsteig ausgebreitet gehabt, kaum von diesem zu unterscheiden, ich haette ihm sehr gern Aehnliches angetran, nur war ich dazu gar nicht mehr imstande. Tochter hielt das naechste Taxi an und verfrachtete mich.
Dann begann die Odysee, denn in Bezug auf Gesundheitswesent hatte sich so einiges geaendert gehabt, eigentlich alles erstaunlich viel besser, nur frau wusste nix davon.
Beim Roten Kreuz sah man sich einmal die Wunde an, nicht sehr tiefes Loch im Rist aber darus eben Blut. Das wurde einmal dort gut ausgewaschen und verbunden, muss jetzt noch weitere Tage gruendlich gewaschen werden. Dann weiter mit dem Taxi nach Hause, Fuss hoch lagern und ruhen, damit sich das einmal beruhigt. Prompt schlief ich natuerlich ein, schliesslich fand sie doch jemanden, der uns sagen konnte, welches Spital die Tetanusimpfungen verabreichen wuerde, inzwischen waren wir schon ausserhalb der Zeit, aber ein paar nette Krankenschwestern arrangierten es so, dass die vom Spital daneben von den Neugeborenen kam und nachdem sie hoerte, wo wir schon ueberall gesucht haben und weitergeschickt wurden, erbarmte sie sich und gab gleich einmal die erste Tetanusspritze, in einem Monat die zweite. Sie bestaetigte zwar, dass Privataerzte und Apotheken das nicht machen, aber wenn es sich um Tetanusspritze handelt, bekommt frau das absolut in jedem oeffentlichen Spital und auch kostenlos. Bei der Anfahrt mit dem Taxi merkten wir, dass dieses Spital schraeg gegenueber !!! dem Geschaeft lag, wo ich mich verletzte.
Naja, ich troeste mich damit, dass ich somit nur eine ganz kurze Wartezeit hatte (das ist fuer alle diejenigen, die keine Versicherung durch die Arbeitsstelle hangen und dementsprechend meist bummvoll) und dass diese nette Krankenschwester ein goldenes Haendchen hat, ich dachte sie sei noch bei den Vorbereitungen als sie schon meinte, sie sei fertig (sie hatte wesentlich laenger gebraucht, meinen kompletten Familiennamen abzumalen als fuer die Tetanus Impfung!)
Tetanus wurde nicht regelmaessig geimpft, sondern nur bei Verletzungen und dann nach einem Monat noch einmal die 2., nach einem Jahr die dritte. Dies faellt nun anscheinend jetzt weg.
Da der Bruder meines Schwippschaegers vor ueber 40 Jahren in einem Dorf in Veracruz tragischerweise an Tetanus verstarb, ist das so ein Angsttrauma, dass die Kinder teilweise fast jedes Jahr geimpft wurden, weil wir schlichtweg nicht den Nerv hatten, auf die angeblich 3 Jahre lang anhaltende Wirkung zu vertrauen.
Waere Verónica nicht mitgewesen und ich haette also nicht gesehen, dass es rostig war, haetten sie mir auch die Tetanus Spritze verpasst. Und es ist halt doch nicht so schmerzhaft wie Tollwut!
Und essen gegangen sind wir, weil meine Tochter beim Palawern mit dem Tischler gemerkt hatte, dass ihnen in der Anlage ein paar cm neben einer Loetstuelle wueder Wasser wie eine Phontaene ausgetreten war, nun sahen wir auch den vorige Woche erhoehten Wasserdruck, und um das zu reparieren, wurde wieder Wasser abgestellt........... :-)) Da ist es besser, frau ist nicht zu Hause und verfspuert Mordgelueste (nie ist der richtige Schuldige dann greifbar).
Am Tag davor wollte ich nur schnell Eier im Supermarkt kaufen, dann erinnerte mich allerdings an diesen nahen Park, wo die Kinder frueher Sommerkurse machten und war also neugierig, da geht es reichlich tief runter und vor allem wieder hoch, dann sah ich noch andere Geschaefte und schlenderte im Super,arkt, bis ich merkte, dass mein Blutdruck (oder auch Blutzucker, keine Ahnung) anscheinend wieder tiefer fiel als mir guttut, ein Suessbrot half zwar fuer den Heimweg, die Taschen waren schlussendlich viel zu schwer, aber Eier hatte ich vergessen gehabt!
Soeben brannte eine Gluehbirne durch, die laestigen Gelsen hat einmal vorlaeufig das Gewitter verscheucht, die Wunde hab ich brav ausgewaschen, meine ZwischenstoppsSchlaefchen hab ich auch gemacht und .......... Folgliech, wieder alles in bester Ordnung!
besitos
Angelika, die im Ruhestand seiende ....
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1 Kommentar:
Na ja liebe Angelika
das hoert sich irgendwie nach ein paar
ganz normalen angelikanischen Tagen an.
Bitte NICHT so weitermachen,
sondern immer mal wieder ereignislose Tage einbauen.
Smileys von
Anna
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