2009-07-03

Film sehen und ins Kino gehen

Das waren fuer mich immer schon zwei verschiedene Aspekte.

Bis zu meinem 14. Lebensjahr hat sich meine Mutter die Filme vorher allein angesehen, bevor ich (meist wieder mit ihr) gehen durfte.
Angeblich weil ich - mit 6 beim Film Bambi - das ganze Kino unter Wasser gesetzt haette :-))

Das hoechste der Gefuehle war dann auch prompt, wenn ich im Sommer doch noch mit anderen Familienmitgliedern in eine richtige Schnulze gehen durfte!

Mit 19 ging ich dann in Barcelona fast taeglich ins Kino, mit einer Eintrittskarte konnte frau bleiben so lange sie wollte und es war wunderbar warm (im gemieteten Zimmer sass ich mit Wese und Handschuhen im Bett!). Wenn auch ein Film noch halbwegs war, der andere garantiert das Schlechteste, wo es damals gab.

Danach ging ich dann wieder Filme ansehen, ausgesucht nach Kritiken in Zeitung und nach entsprechenden Diskussionen im Radio. Vorzugsweise auch in Begleitung von jemanden, mit dem bzw. denen ich anschliessend diskutieren konnte.

In Mexico gab es keine dieser Besprechungen, Filme wurden meist nach ihren Darstellern ausgesucht, das ging manchmal gut, oft allerdings auch total daneben.
Solange ich noch einigermassen informiert war und die Leute gut kannte, die mir zu einem Film geraten hatte, war es leichter, oft musste ich allerdings auch erst darauf warten bis der Film zum zweiten Mal in die Kinos kam.

Dann wurden die Multifilmpalaeste gebaut, mit etwas Glueck gab es dann zur gleichen Zeit Filme nach jedermanns Geschmack in der Familie. Allerdings kamen die Entschluesse, ins Kino zu gehen, meist sehr spontan und so war ich also oft wieder nur im Kino, und da zog ich es eindeutig vor, im Fernsehen den Kanal zu wechseln.

Und inzwischen ist es so, dass auch gute Filme, jedoch mit viel Aktion und womoeglich auch noch dunkel, sehr viel anstrengender sind, vor allem auch, wenn eine Schluesselszene durch das Bild zu verstehen ist. Also hatte ich insgeheim beschlossen, ich werde kuenftig nicht mir keine Filme im Kino ansehen, wobei wohl der springende Punkt "allein" gehen war.

Meine juengste hat mich nun bereits zweimal ueberredet, sie zu begleiten, ausgesuchte Filme "auch fuer mein Interesse". Die Filme auslaendischer Herkunft werden nicht synchronisiert, sondern kommen mit Untertiteln. Bei dieser Art von Filmen, die mich wirklich interessieren, ist es so, dass ich das nur gesprochene Wort zum groessten Teil verstehe, manchmal hoere ich allerdings nicht alles, aber mit kleiner Hilfe und dem Gespraech danach klappte es sehr gut.

Im Vorspan wurde ein franzoesischer Film gezeigt und ich sprach laut aus, was ich dachte. Ich werde also in Zukunft keine Filme mehr sehen koennen, die nicht entweder auf Englisch, Spanisch oder Deutsch im Original sind. Worauf sie - ganz Kind ihrer Zeit - trocken feststellte: da musst du eben warten, bis der Film in DVD Version rauskommt und dir dann eben eine dieser drei Sprachen einstellen kannst.

Infolgedessen werde ich nun also doch lernen muessen, wie sich dieses Wunderkaestchen bedienen laesst, vor allem auch stop und zurueck und Wiederholung!

3 Kommentare:

Ursel hat gesagt…

Hallo liebe Angelika,
warte doch einfach mit dem Lernen bis Deine Enkelkinder da sind ***grins***. Die können so was doch sicher viel besser als wir und erklären es Dir dann.

Liebe Grüsse

Ursel

Angelika hat gesagt…

jaaaaaaaaaaa!!!
Allerdings muss ich bei Selina aufpassen, dass ich dann nicht 24/7 ihr Lieblingssgeburtstagslied hoeren muss, ihre Mutter hat das echt versteckt! Wie da mit dem Erklaeren sein wird, ist natuerlich wieder ein anderes Kapitel.......besitos

pawgang hat gesagt…

viel einfacher - Pepperl VI hat eh' dann ein DVD-Laufwerk (statt CD-ROM) - dann muesstest Du Dich auch nicht mit dussligen Laendercodes rumaergern ;-)

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