So frau einmal Wasser- und Stromzufuhr gleichzeitig hat, bereits selbst geduscht und kein Gast noch schlaeft und auch noch gerne duschen moechte, die gestern durchgebrannte Gluehbirne in schwindelnden 3 m Hohe von Hilfskraft in Ermanglung der laengst versprochen Leiter dank
Kletterfaehigkeit ausgetauscht, die Perle nicht nur mit Fruehstueck verwoehnt, sondern bereits Gesschirr ab- und Boeden aufgewischt, die Sonne noch scheint und keine Gewitterwolken die Idylle trueben, frau ueber kein rostiges Blech stolpern und in keinen ebensolchen Nagel treten kann, die Flueche abgeklungen und sie wieder wie ein munteres Rehlein springen kann, dann ist der Moment gekommen, eine weitere Waschorgie zu feiern.
Die Aussicht, nicht selbst und allein ihre Waesche gluecklich machen zu muessen, denn Perle kann auch buegeln, erleichtert die entsprechende Entscheidung erheblich.
Bei diesem Wunderding, genannt Waschmaschine, kann frau sogar die Vogerln weiter zwitschern hoeren, die Welt mit Freunden in Ordnung bringen, zumindest einmal mit denen, die noch nicht schlafen, koennte sogar ein bisserl einnicken, sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen oder die Jalousien (noch provisorische) in ihrem Zieharmonikadesign fallen lassen und Nachrichten tunlichst irgnorieren.
In Luftholpausen der Gespraechspartner kann frau sogar ein Partie ueber Kleiderbuegel werfen und nach Farben sortiert in oder weniger in Sonne stellen und die naechste Partie einwerfen und fuer sich arbeiten lassen.
Der Gipfel alles Gluecks: frau hatte nicht nur ein oder eine Socke, sondern auch noch ein oder eine Socke in der Schmutzwaesche und die Welt ist also absolut in Ordnung und liebevolle Erinnerungen kamen hoch (fuer Uneingeweihnte siehe unten).
Die Reihenfolge der Farbkomginationen richtet frau nach der Dauer des Trockenprozesses, das ist eine Wissenschaft, die nur familienintern weitergegeben wird, ebenso wie frau aus 30 bereits schon vorhanden Waschprogrammen noch ebensoviele genial selbst zusammenstellen kann, bleibt sogar den maennlichen Nachkommen verborgen. Diesmal war die zweite Ladung weiss, traumhaft schoene Unterwaesche, feine und rustikale Blusen, bluetenweise Sommernachthemden, frau hat doch alles alte und fuer sie unpassende ihrem Schicksal ueberlassen! Ein letzter Kontrollgriff und was findet frau????
Ein oder eine orange Socke und noch ein oder eine zweite !!!!!!!!! farbenfroh und sehr sauber, etwas vorwurfsvoll, schliesslich waere doch so viel gar nicht notwendig gewesen.
Frau nimmt etwas besorgt die weisse Waeschegarnitur in Augenschein, auch kein noch so leichter oranger Schimmer!!!!!!!! Manchmal heisst also farbecht auch wirklich farbecht!
Ja, so liebe Freundinnen seut 10 Jaharen durchaus vertraut mit den Tuecken der angelikanischen Stolpersteinmodelle aller Art, denkt doch wirklich an einfach alles!
Somit koennen also beide auch weiterhin Fuesschen waermen, nicht nur im Winter, wenn es schneit, sondern auch in untropischen Regennaechten, und schuetzen und Wunden bedecken, wenn frau gerade in keinen Schuh gut passt, weil da am Rist gerade eine kleine Wunde heilen soll. Frau braucht sich also die Dinge nur so zu richten, wie sie eben gerade gebraucht werden!!
Sonntag, 9. Dezember 2007 - 17:07 Uhr (CET)
Sie waren gestern noch an meinen beiden Füssen. Sie haben sich wieder einmal bewehrt, sie wärmen, sind für mich in der Lieblingsfarbe schön anzusehen. Und, obwohl noch jung, sehr erinnerungsträchtig, eine von den guten Erinnerungen.
Sie sagen etwas von Freundschaft, Liebe, Verständnis und auch Wärme, nämlich Herzenswärme und ich liebe sie sehr, beide.
Aber jetzt ist es nur mehr einer, bemerkt hab ich es erst, als mir kalt wurde, aber da sah ich sie oder ihn nicht mehr.
Gut, ich brauchte nicht gleich beide, die Suche wurde auf die lange Bank gelegt und ich schlief einmal eine Runde.
Aber dann kam doch wieder der Moment, wo ich dachte, zwei wären besser als einer oder eine. Ich fand eine oder einen, dabei sah ich, dass er oder doch vielleicht sie eigentlich gewaschen gehört und so suchte ich den oder die zweite. Dabei fand ich, dass ich ja eigentlich auch zuerst eine andere Farbe waschen könnte, dabei kommt frau ins Praxisphilosophieren, warum eigentlich Farben trennen, wenn doch alles farbecht?
Aber bevor ich die Waschmaschine anwerfe, wäre es wohl besser zu duschen, jetzt wo es so schön warm ist. Ach ja, ich hatte doch ein neues heftig gut riechendes Shampoo oder vielleicht doch Kopfwaschmittel gekauft gehabt, das muss in irgendeinem Plastiksackerl sein, oh wie schön, hier ist auch eine Bitterschokolade, also besser doch vorher essen, ich könnte ja inzwischen die Brille suchen! Mit der Brille lässt sich vielleicht der zweite Socken besser finden, aber vorher könnte ich eigentlich nachschauen, wie es meinen Freunden so geht. Es ist so still hier, eigentlich könnte ich da ja etwas Schwung hineinbringen, aber heutzutage, in unserer modernen Welt, braucht frau so ein handlich kleines mobiles Gerät zum einschalten, was auch immer, und wo ist dieses technische Wunderding, das frau nicht einmal per Telefon anrufen kann um es zu orten, genauso wenig wie die oder den zweiten Socken, orange.
Also könnte ich ja gleich die oder den orangen Socken suchen, in völliger Stille, also guten Konzentrationsbedingungen. Gehöre ich eigentlich zu der Generation, die Stille braucht zur Konzentration? Apropos Konzentration, ich wollte doch endlich eine geordnete „to do Liste“ machen, wieso gibt es eigentlich dafür kein deutsches Wort, ob ich wohl danach googeln soll, vielleicht gibt es ja doch eines und ich weiss es bloss nicht, eine echte Bildungslücke? Bei der Deutschlehrerinmutter gab es eine Einkaufsliste für den monatlichen Supermarkt und eine andere für den täglichen Greisslerbesuch, weiters mehrere Listen für die Blumen, welche wann womit und wie viel gedüngt wurden und wieder müssen, Wassermengen im Verhältnis zur Raumtemperatur und Berechnung der Mindest und optimalen Sonnenbestrahlung, ja und dann gab es eine Liste für den Transport in Sommerhaus und Töchterwohnungen, ach ja und da war doch auch noch die Besucherliste mit Angabe von gereichten Gerichten und vorgeführter Festbekleidung, ja und das Wichtigste, die Geschenkliste, sehr wertvoll vor Geschenktagen, wenn die Inspiration fehlt. Also doch bloss eine „Zutunliste“? Ob ich wohl Kindheitsgeschädigt wurde von so viel Ordnung und Disziplin? Ja, das durfte ich nicht Eis laufen gehen, wenn mein Zimmer, als ich ein solches hatte, nicht aufgeräumt war und auch die Zahnarztbesuche waren unverrückbar. Hatte ich nicht eigentlich einen Zahnarzttermin via Internet angemeldet, wieso antwortet mir der nicht? Ob ich wohl jetzt gleich das E-mail heraussuchen soll?
Also nein, das könnte ich ja auch morgen machen, vielleicht doch jetzt besser duschen, aber eigentlich hab ich doch immer noch Hunger, oder zuerst lieber Waschmaschine füllen, aber dazu sollte ich wohl zuerst die trockene Wäsche vom Ständer räumen, eigentlich sehr störend, dass die Wohnung so klein und die Wäsche immer im Wohnzimmer trocknen muss, aber wäre ja nur störend, wenn Besuch kommt und solchen kann ich ja nicht einladen, wenn ich ungeduscht und hungrig im Chaos sitze und die oder den orangen zweiten Socken nicht finden kann, weil ich sie oder ihn ja gar nicht gesucht habe.
Vielleicht sollte ich besser damit anfangen mich liebenswert zu finden, so wie das andere ja auch tun, aber die müssen ja auch nicht mit mir leben, zumindest nicht dauerhaft und in all ihren Folgeerscheinungen, aber ich höre mich ja auch nicht schnarchen und gegen alles andere könnte ich ja etwas TUN, also fang ich vielleicht doch am Besten mit der Zutunliste an, hier am Pepperl natürlich und wenn sie zu lang wird, könnte ich sie ja ablegen, und wenn ich sie dann nicht mehr finde?
Ja dann könnte ich ja endlich der oder die zweite Socke suchen, denn das weiss ich ja jetzt, dass ich sie oder ihn ganz dringend brauche, von wegen Wärme und Freundschaft und Verständnis und Liebe.
Besitos